>
Nachricht-Anzeige

Die AGs stellen sich vor: Der Schulsanitätsdienst

Unser SSD-Mitglied Jan-Eric zeigt, wie man Blutdruck misst

Seit vielen Jahren gibt es an unserer Schule den Schulsanitätsdienst (SSD). Doch was macht diesen Dienst überhaupt aus? Was muss ein Schulsanitäter können? Gibt es besondere Qualifikationen? Und wie läuft ein „typischer“ SSD-Tag ab? Antworten hierauf gibt uns Jan Baar, Schüler der Jahrgangsstufe EF, und Mitglied des SSD.

Der SSD am Max-Planck-Gymnasium

Der Schulsanitätsdienst ist eine AG am Max-Planck-Gymnasium. Hier wird Schülerinnen und Schülern sofort geholfen, falls sie sich verletzt haben. Allerdings ist der SSD nicht nur in Pausen für Schülerinnen und Schüler da, sondern auch bei Veranstaltungen, wie beispielsweise den Bundesjugendspielen, dem Abistreich oder dem Schwimmfest, sind wir stets vertreten. Mindestens genauso wichtig wie das „Pflastersetzen“ und das Austeilen von Kühlpacks, ist das Trösten und gute Zusprechen, weil viele Kinder bei Verletzungen, verständlicherweise, sehr aufgeregt sind. Deswegen sind für die „Mitarbeiter“ des SSD auch soziale Kompetenzen sehr wichtig.

Die Aufgaben eines Schulsanitäters bringen viel Verantwortung mit sich, daher ist Verantwortungsbewusstsein eine wichtige Grundkompetenz. Es ist deshalb erst ab der neunten Klasse möglich, dem SSD beizutreten, nachdem man am Ende des 8. Schuljahres die Ausbildung zum Schulsanitäter erfolgreich durchlaufen hat. Diese Ausbildung wird aktuell von Herrn Lübberdink geleitet.

Wie aber muss man sich so einen Tag als SSD-Schüler vorstellen? Hierzu habe ich beispielhaft einen Tag ausgewählt, wie er sich vor einigen Wochen ereignete.

8:15 Uhr:

Ich betrete den Raum des Schulsanitätsdienstes, um das Sanitätsdienst-Handy mitzunehmen, über das ich den gesamten Tag (auch während des Unterrichts) bei einem Notfall erreichbar bin.

9:55 Uhr (Beginn der ersten großen Pause):

Beim Betreten des SSD-Raumes wasche und desinfiziere ich mir die Hände. Ein Fünftklässler steht vor der Tür. Ich bitte ihn herein und frage ihn, was passiert ist. Daraufhin schildert er mir, dass er beim Fußballspielen gestürzt sei, und zeigt mir eine Wunde an seinem Bein. Ich säubere das Knie um die Wunde herum und verbinde diese, nachdem ich ihn beruhigt habe. Anschließend gibt es ein Bonbon, um den Schüler erst einmal zu beruhigen. Gemeinsam füllen ein Protokoll aus und schnell ist für den Schüler alles wieder gut. Pünktlich zum Schellen schließe ich ohne weitere Vorfälle den Raum ab und gehe in den Unterricht. Über das SSD-Handy bin ich jedoch weiterhin erreichbar.

11:50 (Beginn der zweiten großen Pause):

Vor dem Raum sitzt bereits ein Siebtklässler, der sich den Kopf gestoßen hat und dem nun unwohl ist. Ich öffne den Raum und gebe ihm vor weiteren Fragen einen Eimer. Als er sich dann übergibt, gehe ich zum Sekretariat, während ein weiterer Schulsanitäter beim Siebtklässler bleibt. Da die Eltern nicht zu erreichen sind, wird ein Krankenwagen verständigt. Wenige Minuten später trifft dieser dann an der Schule ein und nimmt den Jungen mit in die Notaufnahme. Anschließend fülle ich das Protokoll aus und gehe wieder in den Unterricht.

13:40 Uhr (Ende der sechsten Schulstunde):

Das SSD-Handy, das an diesem Tag zum Glück nicht gebraucht wurde, bringe ich in den Raum zurück und lade es dort wieder auf.

Vielleicht habe ich euch mit diesem kurzen Bericht neugierig gemacht. Es würde mich freuen, den einen oder die andere von euch hierdurch zu einem Besuch bei uns zu animieren und möglicherweise als neuer Schulsanitäter / neue Schulsanitäterin begrüßen zu können.

Jan Baar

von MH