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Désir, Klavier und Lampenfieber

Sonderkonzert von Marc Vogler am 14.11.14

Seit November 2003 findet der Westfälische van Bremen Klavierwettbewerb alljährlich im Harenberg City Center in Dortmund statt. Mit diesem Wettbewerb möchte das Pianohaus van Bremen jungen Künstlern aus der Region einen Anreiz bieten, ihr Können und die erfolgreiche Arbeit ihrer Klavierpädagogen vorzustellen.

An diesem Wettbewerb wird 2014 auch der junge Pianist Marc Vogler, Schüler der Q1 am MPG, teilnehmen. Vor so einem Wettbewerb bzw. Konzert bedarf es natürlich einer immensen Vorbereitung. Um den Ernstfall zu simulieren, braucht man immer einige kleine Probekonzerte, um sich an die Ausnahmesituation des Präsentierens mit aller dazugehörenden Nervenanspannung und vor allem keiner Möglichkeit der Korrektur zu gewöhnen. Darum wurde in Absprache mit den MPG-Musiklehrern dieses kleine Sonderkonzert anberaumt.

Drei Werke aus drei verschiedenen Epochen stellen das Wahlpflichtprogramm des Wettbewerbs dar. 2014 wird des Weiteren ein Sonderpreis für eine Komposition des russischen Klavierkomponisten Aleksander Skrjabin vergeben. Marc Vogler hat sich für den 1. Satz der Sonate f-Moll op. 2 Nr. 1 von Ludwig van Beethoven sowie die 15. Ungarische Rhapsodie (Rakóczy-Marsch) von Franz Liszt in der Bearbeitung von Vladimir Horowitz entschieden. Von Skrjabin brachte er — sehr facettenreich und mit vielen Klangfarben gestaltet — "Désir und Caresses dansée" op. 57 und das Prélude op. 58 Nr. 2 zur Aufführung. Sichtlich angestrengt von seinem hochkonzentrierten gut 15 minütigen Vortrag nahm er dankbar die Ovationen der wohlwollenden, kleinen, aber durchaus lautstarken Zuhörerschaft entgegen.

Um den Abend zu füllen bzw. abzurunden spielten dann der Musiklehrer und Pianist Volker Zwetzschke sowie sein Duopartner Marc Pierre Toth Klavierwerke für ein, zwei und vier Hände von Reger, Skrjabin, Beethoven und Grieg.
Die Zugabe übernahm dann mit Shana-Marie Aksoy wieder eine Schülerin des MPG, die nach nur knapp acht Wochen Klavierunterricht drei Stücke von Scott Joplin, Aram Chatschaturjan und Dmitri Kabalewskij mit großer Souveränität und außergewöhnlichem Klanggespür darbot, wofür sie auch von den Profis viel Lob einheimsen konnte.

Wir wünschen Marc viel Erfolg beim Wettbewerb am 22.11.14 in Dortmund und Shana-Marie auch weiterhin so viel Spaß am Klavierspielen!

Volker Zwetzschke (für die Fachschaft Musik)

von RS