Abheben und Durchstarten im Physikunterricht

Physikkurse der Jahrgangstufe 11 des Max-Planck-Gymnasiums besuchen das Alfried Krupp- Schülerlabor der Ruhr-Universität Bochum

Während der Erläuterung des Versuchsaufbaus
Während der Erläuterung des Versuchsaufbaus

Am 12. und 14.02.2008 war es endlich soweit: Die beiden Physikkurse der Jgst. 11 fuhren zur Ruhr-Universität Bochum, um im Schülerlabor ein ganztägiges Projekt zum Thema "Auftriebskräfte beim Fliegen" durchzuführen. In dem mit Mitteln der Krupp-Stiftung im Jahre 2004 errichteten Schülerlabor der Ruhr-Universität konnten beide Gruppen im Rahmen eines ganztägigen Projektes selbstständig eine experimentelle Fragestellung bearbeiten.

Ziel des Projektes war es, einen realen Flugzeugflügel für ein Modellflugzeug herzustellen und im Experiment zu erproben. In einem abschließenden Wettbewerb wurde ermittelt, welche Gruppe die ideale Form gewählt hatte, um eine maximale Last mit einem Modellflugzeug im Flug zu tragen.

Zunächst erfuhren die Schülerinnen und Schüler in einer kurzen Vorlesung, welche theoretischen Grundlagen der Flugphysik bekannt sind, um das Phänomen "Fliegen" aus physikalischer Sicht zu erklären. In der sich daran anschließenden freien Experimentierphase hatten die Schüler Gelegenheit, an unterschiedlichen Flügelmodellen Auftriebs- und Luftwiderstandskräfte zu messen.

Aufgrund dieser Messreihen musste sich jede Gruppe für ein Modell entscheiden. Die Gruppe bastelte anschließend mit Leichtmetall- und Styroporstreifen einen realen Flügel, der an einem Modellflugzeug für den Testflug montiert wurde. Im Wettbewerb musste das Modellflugzeug dann beweisen, ob es tatsächlich abhob und eine gewählte Nutzlast tragen konnte. Das Siegerflugzeug hob mit immerhin 50g Last ab und drehte drei volle Runden im Physiklabor.

Am Ende des Tages kehrten die Schüler mit der Erfahrung zurück, dass nur ein Flug in den Urlaub den Tag im Schülerlabor übertreffen kann. Ein großes Dankeschön gilt den Mitarbeitern des Lehrstuhls Physikdidaktik der Fakultät für Physik, die mit großem Engagement das Projekt vorbereitet und durchgeführt haben.

Für den begleitenden Physiklehrer blieb die ermutigende Erfahrung, dass es nichts Schöneres gibt, als Schüler zu beobachten, die mehrere Stunden mit großem Eifer und Interesse an einer Problemstellung arbeiten. Das Schülerlabor ist damit ein weiteres Beispiel in der Kette der am MPG bereits erprobten außerschulischen Lernorte, die den Schülern einen hervorragenden Einblick in physikalische Forschungsaktivitäten gewähren.