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Unterricht > Projekte > Model European Parliament (2011)

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Zum zweiten Mal nahmen Schüler des Max-Planck-Gymnasiums am Model European Parliament, einer Simulation des Europäischen Parlamentes, in Kerkrade teil.

Kerkrade. Vom 4. bis zum 6. November fand hier die zehnte Sitzung des MEPs statt, dessen Ziel es ist, Jugendlichen einen besseren Überblick über den Gesetzesentscheidungsprozess der Europäischen Union zu geben. So viel zur Theorie, denn in Wirklichkeit, ist das MEP noch viel mehr: am ersten Novemberwochenende eines jeden Jahres kommen Jugendliche aus ganz Europa ins Rolduc, einem Schloss mit Parlamentsräumen kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze, zusammen, um in der Rolle eines Parlamentsabgeordneten ihre Meinungen auszutauschen und kontrovers darüber zu diskutieren. Gerade wegen der kulturellen Vielfalt werden alle Diskussionen auf Englisch geführt.

Alle Teilnehmer, die als Abgeordnete fungieren, werden auf die größten Parteien des Europäischen Parlaments, das bedeutet EPP, S&D, ALDE und The Greens, verteilt. Die besprochenen Themen ändern sich jedes Jahr, sodass Aktualität gewährleistet wird. Die diesjährigen Themen waren:

  • Developing a common strategy for supporting the process of democratization in the Arab world
  • Analyzing ways of replacing nuclear power by alternative sources of energy in the near future
  • Reviewing the five education targets set in 2003 with respect to their attainability until the year 2020
  • Designing a new growth model for the EU
  • Assessing the importance of changing the electoral system of the European Parliament

Um die Authentizität zu erhöhen, gibt es für das ganze Wochenende einen straffen Zeitplan, der morgens um 9:00 Uhr beginnt und sogar manchmal bis 22:00 Uhr abends geht, und einen „dresscode“, sodass die Jungen Anzüge und die Mädchen Kleider, Anzüge o.ä. tragen. Innerhalb dieses Zeitrahmens versuchen die einzelnen Komitees jeder Partei sich auf einen Gesetzesvorschlages, einer sogenannten „common position“, zu einigen, um dann im Anschluss Befürworter aus anderen Parteien zu finden. Dafür müssen manchmal Kompromisse eingegangen und die common position daher geändert werden. Bei der Abschlusssitzung, welche sich über mehrere Stunden erstreckt, werden die Gesetzesvorschläge jedes Komitees im Plenum besprochen und anschließend erfolgt eine Abstimmung darüber.

Darüber hinaus, gibt es des Weiteren die Möglichkeit, als Pressemitglied oder als Leiter eines Komitees oder einer Partei mitzumachen. Als Pressemitglied nimmt man an einigen Parteisitzungen, Diskussionen und Versammlungen teil, über die dann im „MEP-Globe“, der Qualitätszeitung des MEPs, berichtet wird. Die Leiter einer Partei verwalten im Allgemeinen die Diskussionen innerhalb der Komitees ihrer Partei, damit diese dann am Ende von den Leitern der Komitees übernommen und vor allen Mitgliedern der Parlamentes besprochen werden können.

Trotz des engen Zeitplans, gibt es am Abend noch eine Sportbar in der Nähe des Rolducs, die man bis 24:00 Uhr besuchen kann. Hier treffen sich meistens alle Teilnehmer, um gemeinsam Zeit zu verbringen und sich besser kennenzulernen.

Auf die Frage hin, ob die Teilnehmer nächstes Jahr erneut mitmachen wollen, haben alle ganz entschlossen mit „Ja“ geantwortet, sodass die große Hoffnung besteht, dass das MEP am MPG eine Zukunft haben wird.

Carsten Malcherek, Jgst. 12