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Schülerstudium an der Ruhr-Uni Bochum

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Ein Semester an der Ruhr-Uni Bochum

Anfang April war es soweit. Wir stiegen aus der U-Bahn, konnten die riesige Front an Unigebäuden das erste Mal erblicken und waren beeindruckt. „Wir machen das jetzt wirklich“, dachten wir uns. Dann setzte erstmals der Stress ein. Nach der langen Suche nach unseren Vorlesungssälen, die durch die vielen großen Gebäude und verwinkelten Wege schon sehr schwierig war, gab uns unsere erste Vorlesung den Rest.
Der Professor kam, kritzelte die Tafel in seiner halbwegs lesbaren Schrift voll und verschwand, so schnell wie er gekommen war. Ohne jegliche Rücksicht auf Verluste zog er „sein Ding durch“. Keine Übungsaufgaben zwischendurch, sondern nur ein kurzes Quiz am Ende der Vorlesung. Nach 2 Stunden voller Konzentration und Mühe auf irgendeine Art und Weise dem Professor zu folgen, brummte uns also der Schädel wie noch nie zuvor.
Eins wurde uns an diesem Tag klar: Wir kamen um viel Aufwand, Fleiß und vor allem einer sehr guten Selbstorganisation nicht herum. Und genauso verlief dann auch unser erstes Semester. Wir verbrachten unzählige Stunden in der Bibliothek, um dem Stoff folgen zu können, der von Vorlesung zu Vorlesung anspruchsvoller wurde. Zum Ende der Sommerferien kam dann endlich die Klausur, auf die wir uns so viele Stunden vorbereitet hatten. Und tatsächlich bekamen wir nach einigen Wochen die erfreuliche Nachricht, dass wir beide mit einer mehr oder weniger guten Punktzahl die Klausur bestanden haben. 

Abschließend können wir sagen, dass Welten zwischen Schule und Studium liegen. Das Schülerstudium ist mit Sicherheit nicht für jeden was, da es vor allem Disziplin und Spaß am Lernen erfordert. Für uns beide war es allerdings eine wertvolle Erfahrung, die wir bestimmt nicht vergessen werden. 

Tim Gießelmann und Lion Prusak