German American Partnership Program

Seit 13 Jahren ist das Max-Planck-Gymnasium eine GAPP-Schule. GAPP ist die Abkürzung für „German American Partnership Program“. Es handelt sich hierbei um ein Schüleraustauschprogramm, das sowohl von der amerikanischen Regierung als auch von der deutschen Regierung unterstützt wird. In Deutschland wird GAPP vom Pädagogischen Austauschdienst und in den USA vom Goethe Institut in New York betreut.

Mehr Informationen zu GAPP bekommt man auf der Seite des amerikanischen Außenministeriums.

Was genau ist GAPP?

GAPP wurde 1975 gegründet. Erst durch die „International Youth Initiative“ des amerikanischen Präsidenten Reagan auf dem Wirtschaftsgipfel in Versailles im Jahre 1982 wurde GAPP sehr populär, und es entstanden in den nächsten Jahren schnell weitere GAPP-Partnerschaften. Von 1982 bis 1983 stieg die Zahl von 144 auf 300 teilnehmende Schulen. Seit 1975 haben 300.000 Schülerinnen und Schüler am German American Partnership Program teilgenommen. Inzwischen gibt es 700 GAPP-Schulen in Deutschland und in den Vereinigten Staaten und das MPG ist eine davon.

Wie alles am MPG begann

Im Jahre 2001 war ich für zwei Jahre beurlaubt und unterrichtete an einer Schule in Florida. Wenn Schüler hörten, dass ich aus Deutschland war, erzählten sie mir sofort, dass sie so gerne einmal nach Deutschland fliegen und dort eine deutsche Schule besuchen würden. Ich begann deshalb nach geeigneten Austauschprogrammen zu suchen. Im Florida Department of Education in Tallahassee sprach ich mit einer netten Dame, die mir empfahl, den deutschen Konsul in Miami anzurufen. Ich befolgte ihren Rat, war mir aber ziemlich sicher, nur mit einem Konsulatsangestellten sprechen zu können. Zu meinem Erstaunen wurde ich sofort mit dem Generalkonsul, Herrn Dr. Volker Anding, verbunden.

Herr Dr. Anding sagte mir, dass er mir noch kein spezielles Programm empfehlen könne, aber er würde sich umhören und mich zurückrufen.

Nach einer Woche rief er tatsächlich zurück und sagte: „Frau Kläsener, ich habe das perfekte Programm für Sie gefunden. Es ist das German American Partnership Program.“

Ich war sofort begeistert, aber dann kam der 11. September und veränderte die Welt. Dennoch beschloss der damalige Schulleiter des MPGs, Herr Linnenbrink, im Frühjahr 2002 GAPP auf der Schulkonferenz vorzustellen und es wurde beschlossen, das neue Austauschprogramm am MPG zu etablieren.

Im Oktober 2002 kam die erste GAPP-Gruppe aus Deutschland nach Florida und die Schülerinnen und Schüler wurden begeistert von ihren Partnern in Tampa am Flughafen begrüßt. Damals war ich seltsamerweise die amerikanische Koordinatorin. Ich kann mich nach so vielen Jahren noch genau erinnern, wie die deutschen Schüler mit Tränen in den Augen da standen, als sie so herzlich von ihren Partnern begrüßt wurden.

Seit 2002 gibt es nun das Programm am MPG und es ist ein sehr erfolgreiches Programm. Unsere Schule hat es geschafft, in jedem Jahr einen Austausch zu haben, was nicht der Regelfall ist.

Alle Jahre wieder - der Gruppenaustausch

In jedem Herbst fliegt eine MPG-Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus der EF nach Florida und in jedem Juni kommen uns die Amerikaner besuchen. Es gibt immer wieder neue Programmpunkte in Florida oder beim Gegenbesuch, bei dem wir neben einer Fahrt nach Berlin oder München auch schon Fahrten mit den Amerikanern zum Kitzsteinhorn in Österreich zum Sommerskilaufen unternommen haben. Im kommenden Jahr werden die GAPP-Schüler das Europäische Parlament in Brüssel besuchen.

Und dann gibt es auch noch das Auslandssemester

Zusätzlich zum Gruppenaustausch gibt es noch den Einzelaustausch als einen wunderbaren Nebeneffekt des Programms. Die MPG-Schüler, die im Oktober an dem GAPP-Austausch teilgenommen haben, können ab Januar das zweite Schulhalbjahr bei einer Gastfamilie in Florida verbringen und das zu einem sehr viel geringeren Preis, als ihn kommerzielle Austauschorganisationen fordern, denn das State Department stellt über GAPP NY das teure I-20-Visum für nur eine verhältnismäßig kleine Bearbeitungsgebühr aus. Am MPG machen einige Schüler regelmäßig von diesem Angebot Gebrauch, um ihren „American Dream“ zu verwirklichen.

GAPP-Koordinatorin Cornelia Kläsener